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Cocktailkarte und alkoholfreie Drinks digital anbieten

Cocktailkarte per QR-Code: Welche Angaben am Tresen Pflicht sind, wie Sie Zutaten und Spirituosen anzeigen und Ihre Mocktails richtig hervorheben.

Warum die Cocktailkarte als Erstes digital gehört

An der Bar kostet ein Cocktail zwischen 10 und 14 Euro, bei rund 2 bis 3 Euro Wareneinsatz. Genau hier entscheiden ein paar zusätzliche Verkäufe pro Abend über das Monatsergebnis. Eine gut aufgebaute Cocktailkarte verkauft für Sie mit, während der Service gerade anderswo gebunden ist.

Die Weinkarte wird meist zuerst digitalisiert. Die Cocktails folgen selten – dabei brauchen gerade sie eine Beschreibung, ein Bild und eine schnelle Aktualisierung.

Eine digitale Karte löst an der Bar außerdem ein praktisches Problem: Kreationen wechseln, Spirituosen gehen aus, und die gedruckte Karte ist nach drei Wochen überholt.

Diese Angaben sind auf einer Cocktailkarte Pflicht

Digital heißt nicht: weniger Vorgaben. Auf dem Bildschirm gelten dieselben Auszeichnungspflichten wie auf Papier.

Preis, Füllmenge und Herkunft

Jedes Getränk braucht seinen Endpreis inklusive Mehrwertsteuer und die ausgeschenkte Menge in Zentilitern. Beim Cocktail geben Sie das Volumen des servierten Glases an, nicht die Alkoholmenge. Bieten Sie Bier oder Spirituosen vom Fass beziehungsweise im Glas an, muss die Füllmenge für jede angebotene Größe erscheinen.

Allergene und Zutaten

Die Allergene der 14 gesetzlich festgelegten Kategorien müssen ausgewiesen sein: Milch im Brandy Alexander, Ei im Pisco Sour, Schalenfrüchte im Orgeat. Das digitale Format ist hier klar im Vorteil: Sie listen alle Zutaten auf, ohne das Layout zu überfrachten.

Warnhinweise und Alkoholausschank

Der Hinweis für Schwangere gehört sichtbar auf die Karte, ebenso das Verbot der Alkoholabgabe an Minderjährige. Denken Sie außerdem daran, Ihr Impressum von der Kartenseite aus erreichbar zu machen.

Von hundert kontrollierten Barkarten fehlt fast nie das exotische Allergen – es fehlen die Füllmenge im Glas und der Preis der alkoholfreien Getränke.

So erstellen Sie ein QR-Code-Menü für Ihre Cocktailbar

Der Ablauf besteht aus wenigen Schritten. Für eine vollständige Karte mit dreißig Positionen rechnen Sie mit einem halben Tag.

  • Legen Sie Ihre Kategorien fest: Signature Drinks, Klassiker, alkoholfrei, Bier, offene Weine.
  • Schreiben Sie pro Cocktail eine Beschreibung von höchstens zwei Zeilen.
  • Ergänzen Sie für jedes Rezept die Zutaten und die Basisspirituose.
  • Erzeugen Sie den QR-Code und drucken Sie ihn auf Tischaufsteller oder Bierdeckel.

Danach aktualisieren Sie Ihre Cocktailkarte selbst. Die Gäste sehen beim Scannen sofort die aktuelle Fassung – ohne Nachdruck, ohne Wartezeit.

Signature Drinks und alkoholfreie Kreationen in Szene setzen

Signature Drinks rechtfertigen einen höheren Preis – vorausgesetzt, der Gast versteht, was drin ist. Fotografieren Sie Ihre Cocktails am Tresen, im echten Glas, mit der echten Garnitur. Ein scharfes eigenes Foto wirkt besser als jedes Bild aus der Datenbank.

Mocktails verdienen eine eigene Rubrik statt einer verlorenen Zeile am Ende der Getränkekarte. Die Nachfrage nach alkoholfreien Drinks wächst bei unter 35-Jährigen deutlich, und die Marge ist hervorragend: wenig Wareneinsatz, viel wahrgenommener Aufwand.

  • Geben Sie alkoholfreien Kreationen einen eigenen Namen, genau wie den anderen.
  • Setzen Sie einen stimmigen Preis an, etwa 70 % des Preises der alkoholischen Entsprechung.
  • Platzieren Sie zwei Positionen oben in der Liste, nicht am Seitenende.

Gedruckte oder digitale Karte: der Unterschied im Alltag

Die folgende Tabelle vergleicht beide Formate für eine Barkarte, die sich jede Saison ändert.

KriteriumGedruckte KarteDigitale Karte
Preis ändernKompletter NachdruckZwei Klicks, sofort sichtbar
Spirituose ausverkauftDurchstreichen oder mündlich erklärenPosition mit einem Klick ausgeblendet
CocktailfotosHohe DruckkostenEnthalten, ohne Aufpreis
Detaillierte AllergeneWenig PlatzVollständige Liste je Rezept
Typisches Jahresbudget400 bis 900 EuroFeste Abogebühr

Digital ersetzt nicht alles. Viele Betriebe behalten einige gedruckte Exemplare für den Tresen und für Gäste, die lieber am Tisch lesen.

Kategorien sinnvoll ordnen: Cocktails, Wein, Bier

Ein Gast an der Bar sucht zuerst eine Getränkeart und dann einen Namen. Gliedern Sie Ihre Karte deshalb nach Gruppen, mit klaren Reitern: „Cocktails", „Weinbar", „Bierkarte" und „alkoholfrei". Drei Ebenen reichen aus.

Wenn Sie Cocktailbar und Restaurant unter einem Dach betreiben, nutzen Sie einen einzigen Einstieg und trennen die Karten erst darin. So vermeiden Sie doppelte QR-Codes auf den Tischen.

In touristischen Lagen stellt sich schnell die Frage nach Sprachen. Eine englische Übersetzung der Cocktailnamen und Zutaten genügt in den meisten Fällen.

Fehler, die Umsatz kosten

Der erste: ein zu kleiner QR-Code oder einer, der unter einem feuchten Glas klebt. Sorgen Sie für einen stabilen Träger, mindestens im Visitenkartenformat, mit einem gut lesbaren Hinweis wie „Unsere Karte".

Der zweite: eine App verlangen. Ein Menü muss sich im Browser öffnen, ohne Download und ohne Konto. Wenn Sie beim Grundsatz noch zögern: Die Zahlen dazu haben wir in unserem Beitrag über die Gründe für eine digitale Karte zusammengestellt.

Der dritte: das Aktualisieren vergessen. Eine digitale Karte, die einen nicht verfügbaren Cocktail zeigt, richtet mehr Schaden an als eine fleckige Papierkarte. Blocken Sie jeden Montag zehn Minuten für Bestände und Preise.

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