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QR-Codes 5

Einen WLAN-QR-Code für Ihre Gäste erstellen

WLAN-QR-Code kostenlos erstellen, mit iPhone, Android oder PC scannen und neben die Speisekarte auf den Tischaufsteller stellen: die komplette Anleitung.

Was in einem WLAN-QR-Code steckt

Ein WLAN-QR-Code ist ein Bild, das drei Informationen verschlüsselt: den Netzwerknamen (SSID), das Passwort und die verwendete Verschlüsselung (WPA2, WEP oder keine). Mehr nicht. Beim Scannen werden keinerlei Gästedaten erfasst.

Liest ein Smartphone diesen Code, erkennt es das Format automatisch und bietet an, dem Netzwerk beizutreten. Der Gast tippt auf „Verbinden“ – und ist drin, ohne ein einziges Zeichen einzugeben.

Genau darin unterscheidet sich dieser Code von einem klassischen QR-Code, der eine Website öffnet. Er führt nirgendwohin ins Internet, sondern stellt ausschließlich die Verbindung zu einem WLAN her. Er funktioniert also auch dann, wenn der Gast noch gar keine Verbindung hat.

So erstellen Sie einen kostenlosen WLAN-QR-Code

Je nach vorhandener Technik gibt es drei Wege. Rechnen Sie in allen Fällen mit fünf Minuten – und null Euro.

Am PC, mit einem Online-Generator

Für den professionellen Einsatz ist das der einfachste Weg, weil Sie eine druckfertige Datei in hoher Auflösung erhalten. Ein WLAN-Code-Generator fragt drei Angaben ab und erzeugt das Bild sofort.

  • Den Netzwerknamen, exakt so geschrieben, wie er angezeigt wird – inklusive Groß- und Kleinschreibung.
  • Das Passwort des Netzwerks.
  • Das Sicherheitsprotokoll: in nahezu allen Fällen WPA/WPA2.

Danach laden Sie einfach die PNG- oder PDF-Datei herunter. Prüfen Sie vor dem Druck die Schreibweise: „Bistro_Wifi“ und „bistro_wifi“ sind für ein Handy zwei verschiedene Netzwerke. Wenn Sie weitere Aushänge für den Gastraum erstellen, gilt dieselbe Logik wie in unserem Leitfaden zum Thema QR-Code erstellen.

WLAN-QR-Code auf dem iPhone erstellen und teilen

Auf dem iPhone gibt es die direkte Freigabe seit iOS 11, allerdings ohne Code: Halten Sie zwei bereits gekoppelte Apple-Geräte nebeneinander, und ein Fenster bietet die Übertragung des Passworts an. Praktisch unter Freunden, im Restaurantbetrieb aber unbrauchbar.

Um ein echtes Bild zum Aushängen zu bekommen, öffnen Sie die App Kurzbefehle und nutzen eine Aktion zur QR-Code-Erzeugung – oder Sie verwenden einen Generator in Safari. Seit iOS 16 finden Sie ein vergessenes Passwort auch unter Einstellungen, WLAN, Info-Schaltfläche des Netzwerks, Feld Passwort.

Mit Android oder am Router

Android macht es besser: Wählen Sie unter Einstellungen, Netzwerk und Internet das aktive Netzwerk aus und tippen Sie auf „Teilen“. Das Handy zeigt sofort einen QR-Code an, den man abfotografieren kann. Viele Router – etwa die FRITZ!Box oder Geräte der Telekom – drucken einen solchen Code bereits auf die Geräteunterseite oder zeigen ihn in der Benutzeroberfläche an.

So scannt man einen WLAN-QR-Code

Auf aktuellen Smartphones ist keine App nötig. Genau das macht die Methode im Gästekontakt zuverlässig.

iPhone

Kamera öffnen, den Code erfassen, auf den Hinweis am oberen Bildschirmrand warten und darauf tippen. Im Kontrollzentrum gibt es außerdem einen eigenen Code-Scanner.

Android

Dieselbe Bewegung mit der Kamera oder über Google Lens. Bei älteren Einsteigermodellen muss man eine kostenlose Scan-App installieren.

WLAN-QR-Code mit dem PC scannen

Ein Notebook hat keinen eingebauten Leser. Es gibt zwei Wege: eine Webcam in Kombination mit einem Scan-Programm oder ein Online-Decoder, in den Sie das Bild hochladen, um den Inhalt im Klartext zu lesen. Das hilft, wenn Sie das Passwort verlegt haben und nur noch den Ausdruck besitzen.

Sicherheit: WPA2, WEP und Gastnetzwerk

Ein WLAN-QR-Code schwächt Ihr Netzwerk nicht, aber er macht das Passwort für jeden lesbar, der das Bild dekodiert. Die Grundregel lautet deshalb: Dieser Code darf niemals auf das Netzwerk zeigen, in dem Ihr Kassensystem und Ihr Küchendrucker hängen.

  • Richten Sie am Router ein separates Gastnetzwerk mit eigenem Passwort ein.
  • Wählen Sie WPA2 oder WPA3. WEP gilt seit Jahren als geknackt und sollte nicht mehr verwendet werden.
  • Ändern Sie das Gastpasswort ein- bis zweimal im Jahr und drucken Sie den Code neu.

Ist Ihr Netzwerk versteckt, funktioniert der Code trotzdem: Seriöse Generatoren bieten ein Feld „verstecktes Netzwerk“, das diese Information mit verschlüsselt.

Ein Tischaufsteller für WLAN und Speisekarte

Der eigentliche Gewinn ist nicht technischer, sondern organisatorischer Natur. Der Aufsteller auf dem Tisch kann zwei Codes tragen: links die Speisekarte, rechts das WLAN. Der Gast setzt sich, scannt, liest, bestellt.

Viele Gastronomen, die ihre Karte digitalisieren, nehmen das WLAN direkt mit auf, weil der Druck ohnehin zusammen erledigt wird. Wenn Sie an diesem Punkt sind, läuft die Produktion genauso ab wie bei einem Aufsteller, um eine Speisekarte als QR-Code zu erstellen: ein Motiv, eine kurze Beschriftung, ein Format, das umgekippte Gläser übersteht.

Unterscheiden Sie die beiden Codes deutlich durch ein Symbol und ein Stichwort – sonst scannen Ihre Gäste den falschen und landen auf der Karte, obwohl sie das WLAN-Passwort suchten.

Was sich im Service ändert

KriteriumPasswort mündlich oder als AushangWLAN-QR-Code
Zeit pro Tisch30 bis 60 Sekunden ServicezeitKein Aufwand
TippfehlerHäufig bei langen PasswörternKeine, alles ist codiert
Ausländische GästeBuchstabieren wird kompliziertUniverselle Geste
PasswortwechselDas ganze Team muss umlernenAufsteller neu drucken
Bei 40 Gedecken pro Service fragen rund zehn Tische nach dem WLAN. Das sind fast zehn Minuten Servicezeit pro Schicht, die Sie praktisch zum Nulltarif zurückgewinnen.

Diese Minuten haben einen messbaren Wert – genau wie die anderen Stellschrauben, die wir in unserer Methode beschreiben, um die Preise im Restaurant zu erhöhen.

Diese Fehler lassen den Scan scheitern

Wenn ein Code nicht funktioniert, liegt es fast immer am Druck oder am Material. Prüfen Sie das zuerst, bevor Sie das Motiv neu erstellen.

Ein Code, der kleiner als 2,5 cm gedruckt ist, wird für ein Handy in 20 cm Abstand unlesbar. Eine zu glänzende Laminierung spiegelt das Licht der Strahler und stört den Kontrast. Auf dunklem, farbigem Untergrund verliert ein Code seine Lesbarkeit.

Testen Sie immer mit zwei Handys, einem iPhone und einem Android-Gerät, bevor Sie fünfzig Aufsteller in den Druck geben. Der Test dauert zwei Minuten und erspart Ihnen einen kompletten Nachdruck.

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